Informationen zu Schaumstoffmatratzen
Schaumstoffmatratzen hatten in der Vergangenheit mit dem Vorurteil zu kämpfen, nicht besonders haltbar zu sein. Der im Vergleich zu anderen Matratzen niedrigere Preis führte zu der Ansicht, dass sie als Billigware nicht sehr hochwertig waren. Zudem beklagten sich viele Käufer über die schweißtreibenden Eigenschaften der Schaumstoffmatratzen. Galt dies noch vor einigen Jahren, haben die Weiterentwicklung von Herstellungsprozessen und der Einsatz besserer Materialien diese Qualitätsprobleme deutlich verringert. Bestimmte Schäume werden eingesetzt, Luftkammersysteme zur Ableitung von Feuchtigkeit eingebracht, sowie hochwertige Mikrobezüge verwendet, um einen angenehmen Schlaf zu gewährleisten.
Insbesondere Allergiker schwören auf den Einsatz von Schaumstoffmatratzen, galten diese doch lange Zeit als immun gegen Hausstaubmilben. Obwohl inzwischen nachgewiesen wurde, dass sich auch in diesen Matratzen die kleinen Allergieauslöser verstecken, erfreuen sie sich nach wie vor großer Beliebtheit bei empfindlichen Personengruppen, denn bei guter Pflege hält sich das Milbenproblem vergleichsweise in Grenzen.
Die ausgezeichnete Anpassungsfähigkeit an Körperformen und Bettsysteme, sowie die guten Federungseigenschaften machen Schaumstoffmatratzen zu sehr komfortablen Liegestätten. Die besonderen Eigenschaften der Polyurethan-Schaumstoffe hängen hierbei von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt natürlich das Design des Innenlebens der Matratze eine große Rolle. Je ausgeklügelter die Kammersysteme und Profile, desto besser. Doch auch die Grundeigenschaften des verwendeten Schaumstoffes sind wichtig. Man unterscheidet hier nach Raumgewicht und Stauchhärten.
Während sich das Raumgewicht danach berechnet, wie schwer der Schaumstoff vor der Verarbeitung ist, hängt die Stauchhärte davon ab, wieviel Kraft aufgewendet werden muss, um die Matratze zusammenzudrücken. Je größer die Stauchhärte, desto härter der verwendete Schaum. Bei einem geringen Raumgewicht kann man auf einen sparsamen Materialeinsatz schließen. Dies bedeutet meist auch eine geringere Langlebigkeit.
Wichtig ist für viele Menschen auch eine rein praktische Eigenschaft der Schaumstoffmatratze. Sie lässt sich sehr leicht zusammenfalten und ist somit deutlich einfacher zu transportieren als herkömmliche Matratzen. Auch ihr Gewicht ist in der Regel wesentlich geringer. Diese Vorteile vereinfachen sowohl den Transport als auch die Lagerung und Reinigung.
Eine Unterart der Schaumstoffmatratze ist die Tempur- oder viskoelastische Matratze. Diese zeichnen sich durch ein Formgedächtnis aus. Hierbei bewirkt die Körpertemperatur ein Einsinken des Schlafenden. Die angepasste Form bleibt auch nach Entlastung noch erhalten, was bei häufigen Positionswechseln auch als nachteilig empfunden werden kann.
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